...so ich hab mal reingeschaut, die Claudia hats mir gestern geliehen
Ähm

nicht empfehlenswert, sorry.
Das Buch hat 71 Seiten, wobei man vorne 5 abziehen kann für Titel, Widmung etc. und hinten noch mal 5 für Rückseite, Platz für Notizen und Literaturhinweis... also mit 61 Seiten Inhalt sehr dünn
Und davon widmen sich genau 11 Seiten dem Training der Leinenaggression.
Leinenaggression wird übrigens so definiert, dass der Hund nur an der Leine aggressiv ist, im Freilauf aber verträglich, also neutral bis freundlich. Hunde die auch ohne Leine aggressiv sind, sind ergo nicht leinenaggressiv und für die ist das Buch auch nicht geeignet, weil die Trainingstechniken Verträglichkeit im Freilauf voraussetzen -> find ich schon mal sehr kacke, dass sollte man bitte ein wenig klarer machen VOR Kauf.
Hunde, die ohne Leine ängstliches Verhalten zeigen, fallen irgendwie ganz durch das Definitions-Raster und auch für die ist das Buch nicht geeignet.
Es gibt NEUN Seiten über das Sprühhalsband, warum das

ist, davon basieren mindestens 5 Seiten auf dem im Internet publizierten Text, was ich ein wenig unverschämt finde. Und 11 Seiten "Wie man es nicht machen sollte" gegen 11 Seiten "wie man traininert" ist schon übel
Gut, dann haben wir noch mal lang und breit die Leinenführigkeit... *gähn*
Dann, beim Problem selbst, gibt es 2 Trainingsvarianten.
1) zusammenfassend - in angenehmen Abstand gegenkonditionieren und sobald Hund anfängt, Mensch in Erwartung von Leckerchen anzusehen, das loben und belohnen. Das ganze mit unterschiedlichen Hunden... immer in angenehmen Abstand, in dem der Hund keinen Stress hat und nur kurz... dann Abstand langsam verringern und dann Kontakt an der Leine zulassen und dann Freilauf.
Das möcht ich im Alltag dann mal sehen, wie man das übt, weil ja keinesfalls wieder was negatives passieren darf und der fremde Hund nie den Abstand unterschreiten darf, den der eigenen Hund gerade ertragen kann. Und wo man so viele fremde Hunde hernimmt...
2) zusammenfassend - man geht mit anderen netten Hunde ohne Leine und fängt dann an, ab und an die Leine dran zu machen, erst mal 10 Meter Leine. Damit der Hund lernt, dass es auch an der Leine ok ist.
Das möcht ich im Alltag dann auch mal sehen
Wichtiger Punkt ist übrigens hier immer auch Stimmungsübertragung - man soll selbst ruhig und souverän auftreten. Das möcht ich mal sehen, dass der Hund blöd genug ist, auf so ein Schauspiel reinzufallen
Also ehrlich, ich finds absolut nicht empfehlenswert und sogar ein bisi unverschämt, da 14 Euro zu verlangen für ein Buch mit gleich zwei "Trainingsprogrammen" die total platt und kurz beschrieben sind und in meinen Augen nicht alltagstauglich - abgesehen davon, dass sie ausschliesslich in Frage kommen bei Hunden die im Freilauf neutral oder besser freundlich zu Artgenossen sind - Leinenaggression gegen Menschen wird übrigens in der Definition erwähnt, fällt aber beim Training einfach unter den Tisch.
LG
diala