wolfdog
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| Norbert, kannst Du da mal sagen, was Dich an diesen Wolfshunden fasziniert? |
Da muss ich als bekennender Wolfsliebhaber, und das von Kindes Beinen an, voranstellen, dass ich im Grunde alle "ursprünglichen", noch der (wilden) Natur nahen Hunderassen liebe. Dazu zählen u.a. insbesondere die Nordischen Hunde.
Man möge mir bitte verzeihen, aber ich mag leider keine Schlappohren und Hunde, die durch Menschenhand kaputt und krank gezüchtete sind, kaum noch richtig laufen, atmen, fressen und gebären können, und bei denen im Grunde nichts mehr an seinen Ahnen erinnert.
Da ich schon immer Wölfe liebte, hatte ich vor einigen Jahren die Idee, mir selbst Wölfe anzuschaffen. Die Genehmigung lag mit entsprechenden Auflagen bereits vor. Da wurde mir die Möglichkeit angeboten, mich erst einmal an der Handaufzucht von Wölfen zu beteiligen. Diese Chance nahm ich ein viertel Jahr lang in "2.Schicht" neben meiner beruflichen Tätigkeit war, und kam dadurch Gott sei Dank zu der Erkenntnis und Einsicht, dass es absoluter Unsinn ist, privat einen Wolf / Wölfe zu halten. (Der Zugang zu den handaufgezogenen Wölfen ist bis heute geblieben).
Da erinnerte ich mich, dass ich während einer Reise vor …zig Jahren in die ehemalige CSSR einen Hund gesehen hatte, der einem Wolf aufs Haar glich, und den man damals weder hier (im Osten) noch dort (im Westen) kannte. Ein diesbezügliches Gespräch mit der unseren Tierpark und die Handaufzucht der Wölfe betreuenden Biologin gab mir dann den entscheidenden Tipp – es war der inzwischen bekannte und anerkannte Tschechoslowakische Wolfshund! Alles wesentlich-wichtige zu diesem Hund könnt Ihr bei Interesse hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Tschechoslowakischer_Wolfshund
Schnell waren Kontakte geknüpft, Züchter ausfindig gemacht – und ich habe meinen Traumhund, nämlich meine Hündin "Onka vom Böhmerwald", gefunden. Zudem eine Hündin, bei der nicht nur rein statistisch/rechnerisch noch einiges Wolfsblut (29.609 %) in den Adern fließt.
Vor etwa 2 ½ Jahren, bat mich die Züchterin meiner Onka ihr bei de Vermittlung eines "Scheidungskindes" aus ihrer Zucht behilflich zu sein. Es stellte sich heraus, dass es Onka´s Schwester aus einem Folgewurf war. Die Vermittlung klappte, ein Freund nahm sie auf. Nur, er hatte keinerlei Erfahrung mit einer Hündin und hat bei der Abholung nicht gemerkt, dass U-Kaja läufig war (wurde auch nicht vom Vorbesitzer darauf hingewiesen) – aber sein reinrassiger Siberian Huskyrüde Jerry Lee wusste es sofort, und vor allem was zu tun war.
So kam ich dann vor 2 Jahren zu meinem Husky-Wolfhundmädchen Kira.
Beide Hunde sind wolfstypisch misstrauisch gegenüber allem Unbekannten und Neuen, lieben aber andererseits alles, was zur Familie (ihrem Rudel), Haus und Hof gehört. Sie sind wachsam und flößen Fremden Respekt ein.
Sie beeindrucken durch ihre ausgeprägte Mimik und Körpersprache.
Fremden gegenüber bestimmen sie, wann und ob überhaupt Kontakt gewünscht wird.
Sportlich werden sie Sommers wie Winters in der Art des Schlittenhundesports beschäftigt, was ihrem Naturell entspricht und ihnen auch offensichtlich Spaß macht.
Natürlich gibt es auch Problemchen. Eines ist, dass TWH´s nicht gern allein bleiben. Sie leiden dann und neigen zur Zerstörungswut. Ein TWH sollte daher niemals als Einzelhund gehalten werden, wenn er nicht 24 Stunden bei seinem Herrchen / Frauchen sein kann. Und das können wohl die wenigsten Menschen leisten (der Zweit-,…-hund muss kein TWH sein!) Ferner ist der ausgeprägte Jagdtrieb zu nennen, auf den man sich einstellen muss. Ganz wird man einem TWH diesen nie ganz abgewöhnen können – allerdings wär es dann auch kein TWH mehr.
Abschließend möchte ich noch erwähnen das es in D eine weitere anerkannte Wolfhunderasse gibt, nämlich den Saarloos Wolfhound.
Ferner gibt es inzwischen auch in in D und einigen europäischen Ländern den nicht anerkannten Amerikanischen Wolfshund (Spencer Wolfdog). Dieser ist ebenfalls ein wunderschöner Hund.
Ja, das ist wahr.
bin ich auch fremdenfeindlich dann? Ist das beim Menschen auch so umzusetzen?
Desinteresse ist auch schon Meideverhalten
Im Büro allerdings steht der nicht mal auf, wenn jemand rein kommt - ausser der jenige spricht ihn an oder ruft ihn (bei uns kommen ja zig Leut am Tag rein und raus). Ist das dann auch Meideverhalten - oder isser zu faul, 30x aufzustehen?