habibi
Hi, ich brauch mal eine Menge Tipps für einen Kundenhund.
Es ist ein Border-Colliemädel, 5 Jahre alt. Und seit 5 Jahren hat sie Erfolg damit, in die Leine zu beißen oder in Jacken/Ärmel um den nächsten Frisbee geworfen zu bekommen, nicht an der Leine gehen zu müssen... stöhn... Ihr "Grund"gehorsam ist recht gut, aber sie führt alle Signale schon aus, wenn Frauchen nur tief Luft holt und den ersten Buchstaben formt... (daran arbeiten wir natürlich).
Wir arbeiten jetzt an Ruheübungen (Geschirrgriff, Ruhesignal, ruhiger Übungsaufbau), haben Dummyarbeit in Angriff genommen, also kein wildes Hinterherhetzen mehr sondern ruhige Sucharbeit. Das klappt auch so langsam, weil sie da auf viele verschiedene Arten gefordert wird, und die Konzentrierten Übungen machen ihr auch Spaß. Auch die Flächensuche macht sie ganz prima. Voran links und recht bauen wir auf. Die Hündin lernt superblitzeschnell
Leine gehen ist eine Katastrophe, also haben wir das Leinenführtraining angefangen. Ich hab die Sequenzen ganz kurz angesetzt und trotzdem "tillt" sie aus. Sie wirft sich Frauchen quasi in den Weg, beißt in Leine und Jacke... "Friert" frauchen (stehenbleiben, Hund ignorieren) ein, sitzt sie locker daneben und wartet... aber bei jeder Bewegung (und da muss nur ein Haar wehen

) legt sie wieder los. "Bei Fuß" kann sie, aber sie rückt Frauchen da viel zu sehr auf die Pelle mit der Nachricht: "Ich machs, aber sieh zu, dass Du was wirfst !!" und bedrängt sie dann sehr, was auch ins Schnappen - in die Luft und in die Jacke - geht.
Meine Border-Collie-Erfahrung ist sehr gering (ich weiß auch nicht nicht, ob das hier grundsätzlich überhaupt eine Rolle spielt). Aber vielleicht hat eine von euch das auch schon so erlebt ?
Habt ihr für Erfahrungen/Tipps für mich ?
LGR Jenny
Dahra
Huhu Jenny,
ich würde Entspannungstraining (neben den von dir schon genannten Sachen unbedingt auch Entspannung AN der Frisbee!!!) damit kombinieren ihr eine Alternative zu Jacke und Leine anzubieten. Kann die Maus vielleicht ein Spielzeug tragen?
Signal für bei Fuß gehen würde ich komplett neu aufbauen und zwar in extrem kurzen Einheiten. Bestärken würde ich nur das Laufen, das ok ist und das mit Belohnungen, die das Erregungslevel nicht in die Höhe schießen lassen.
LG, Maria
joki
Ich les da mal aufmerksam mit.
Irgendwie kommt mir das alles etwas bekannt vor. *hust*
anja & joki <- kein BC
filotta
| Zitat: |
Original von joki
Ich les da mal aufmerksam mit.
Irgendwie kommt mir das alles etwas bekannt vor. *hust*
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mir leider ebenfalls...von taiko (auch kein border

)
habibi
Hallo Maria, hab Dir auf CC geantwortet !
Anja, dann hast Du doch bestimmt viele gute Ideen für mich
Ich hab ehrlich gesagt noch nie so einen "fiebrigen, bebenden und dann explodierenden" Hund gesehen... aber es gibt ja für alles ein erstes Mal
LGR Jenny
memo
Macht sie das nur draußen oder auch in der Wohnung und im Garten?
Wenn sie was zu tun braucht, würde ich sie auch was tragen lassen, wie Maria schon schrub.
habibi
... sie macht das auch im Haus, hat sich zur Supernervensäge entwickelt. Sie öffnet die Tür wenns klingelt, lässt Besucher nicht in Ruhe und belästigt sie heftig, fängt bei Nichtbeachtung an zu schnappen. Die nächste Trainingsstunde beginnt drinnen
Sie nervt schon Jahre...
LGR Jenny
memo
Joi, wenn das schon seit fünf Jahren so geht, dann hast Du ein hartes Stück Arbeit vor Dir.
Bei so Oberhibbels: Schon an Schilddrüse gedacht?
Ansonsten würd ich mich gar nicht so sehr auf die Leinenbeißerei versteifen, sondern grundsätzlich alles verbal markern und ruhig belohnen, was erwünschtes Verhalten ist.
Zusätzlich Ruheübungen (das macht Ihr ja eh schon) und vielleicht auch Niemand-beachtet-Dich-Übungen, also mit Duft oder Entspannungsdecke aufbauen.
Impulskontrollübungen vorsichtig aufbauen, damit nicht so viel Frust aufkommt und sich für problematische Situationen (Besuch kommt z.B.) Ersatzhandlungen überlegen und trainieren.
Für Besucher zum Beispiel: Sitzdose, dann was Gutes zu kauen und ab ins Eck bis sie sich beruhigt hat.
Fürs Leinebeißen: Was tragen lassen.
Puh, schwerer Fall.
Edit: Was passiert, wenn der Spaziergang superlangweilig wird, Frauchen also z.B. immer dieselben hundert Meter hin- und herläuft? Oder gaaaaanz langsam geht? Wird sie dann ruhiger oder kriegt sie sich dann wieder ein?
DANOS1976
Hat der Hund allgemein einen festen "Job"?
Oder "darf" er durch den Alltag dümpeln in Erwarung von Ansagen?
Gibt es feste Rituale im heimischen Umfeld?
Ich glaub, ich würd mit dem Hund weniger trainieren, sondern ihm einfach einige wenige, aber feste Aufgaben am Tag bzw. in der Woche geben.
Treibball, Haushaltshilfe (er hat feste Aufgabenbereiche im Haushalt, bei denen er ran "muss"), etc.
Nicht ständig was Neues. Schürt nur die Erwartungshaltung und ist bei "Arbeitstieren" oftmals mehr als kontraproduktiv.
joki
Ideen........... ich..........öhm.
Was uns hilft:
- was tragen
- Entspannungssignal
- keine hektischen Bewegungen
- kontrolliert toben mit anschl. Entspannung
- vermeiden immer am gleichen Ort die gleichen Aktivitäten zu machen <- schwierig
Mehr fällt mir grad nich ein.
Wir haben das aber nur draussen, GsD.
Ich kann nicht mal eben "schnell" über die Strasse gehen, jetzt im Schneechaos ausrutschen oder stolpern........ hab ich sofort einen Hund am Arm.
claudiaspike
Hallo Anja,
gegen das Rutschen oder Stolpern bei Eis und Schnee hätte ich was: Spikes unter die Schuhe schnallen. Ohne gehe ich mit Spike auch nicht raus bei dem Wetter. Den habe ich beim Rutschen zwar nicht im Arm, aber per Jogginggurt im Kreuz hängen, wenn ich rutschen würde.
Liebe Grüße
Claudia + Spike
joki
Claudia, ich gebe zu, ich hab erst letztens wieder darüber nachgedacht.
Jenny, grad is mir noch was eingefallen.
Ganz wichtig: nicht vom Hund anstecken lassen und mit "hochdrehen".
Ruhig bleiben, auch wenn´s schwer fällt.
Wir hatten da teilweise Situationen, wo wir kurz davor waren uns gegenseitig am Hals zu hängen.
manurtb
Ich würde da auch auf jeden Fall gaaanz viel Entspannung machen und dem problematischen Verhalten, dem ja ein Bedürfnis entspricht, bevor es gezeigt wird, eine Alternative entgegensetzen.
Also, bevor der Hund in die Leine beisst, bekommt er was zum tragen oder kauen, wenn Besuch kommt, bevor der Hund nerven kann, bekommt er was zu machen.
Wenn ich mir anschaue, wieviel bei dem Maya-Kind Entspannung bringt, dann glaub ich, dass das wirklich der Schlüssel zu den meisten Problemen bei so einem Hibbel-Hund ist.
Muppekaett
Gerade Border Besitzer neigen dazu viel zu viel mit ihrem Hund zu machen. Hast Du Dir schon mal den Tagesablauf beschreiben lassen?
LG Cathy
habibi
@ Muppekaett: Ja, Tagesablauf habe ich mir gleich als erstes beschreiben lassen und wir haben einen neuen gestaltet

damit es erstmal grundsätzlich ruhiger wird.
@Manurtb: Das sehe ich auch so und wir sind dran, jetzt müssen wir nur noch Frauchen trainieren
@ joki: Ja, genau das ist eines der Probleme, dass Frauchen auch nervös wird...
@ Danos1976: Wir haben eines Tagesplan erstellt, der Ruhezeiten und vor allem feste Regeln vorsieht. Zur Zeit ist die Reaktion von der Hündin aber natürlich: Ich will es wie immer... und sie dreht hoch und wir arbeiten dran, Ersatz zu bieten/umzulenken. Und vor allem nicht Orte und Gelegenheiten immer gleich zu belegen. Z.B. ist die Hündin nicht in der Lage auf den Spielstrecken locker an der Leine zu gehen...
@ memo: Schilddrüse ist noch nicht untersucht. Es gibt auch leider ein Clickerproblem, die Hündin stellt jegliche Arbeit ein und versteckt sich ängstlich. Laut Frauchen hat sie das verbockt, weil sie einfach so rumprobiert hat... ich habs probiert, aber da kommen wir nicht weit. Wir markern also verbal. Impulskontrollübungen können wir nur in kleinen Dosen antrainieren, aber es wird schon besser... Wenn Frauchen hin- und hergeht, dreht sie Hündin durch und attackiert sie massiv. Ersatzhandlungen wir tragen usw. trainieren wir schon.
Übrigens ist sie derart massiv nur gegen das Frauchen !
Ich danke euch allen !!
LGR Jenny
DANOS1976
| Zitat: |
Original von habibi
@ Danos1976: Wir haben eines Tagesplan erstellt, der Ruhezeiten und vor allem feste Regeln vorsieht. Zur Zeit ist die Reaktion von der Hündin aber natürlich: Ich will es wie immer... und sie dreht hoch und wir arbeiten dran, Ersatz zu bieten/umzulenken. Und vor allem nicht Orte und Gelegenheiten immer gleich zu belegen. Z.B. ist die Hündin nicht in der Lage auf den Spielstrecken locker an der Leine zu gehen...
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Inwieweit ist die Körpersprache, Blick und Gestik des Frauchens denn auf den Hund ausgerichtet? Sprich: oftmals sagen Kopp und Lippen ja das eine, Körper und Blick was anderes. Und Hunde konzentrieren sich ja in der Regel eher auf letzteres. Oder, anders ausgedrückt: wie gut kann das Frauchen die Erwartungshaltung durch das eigene Zurücknehmen denn Herunterschrauben?
claudiaspike
Nur so ein paar Gedanken, ob sie weiterhelfen weiss ich nicht:
Ist Frauchen die einzige, die mit ihr was arbeitet?
Was passiert, wenn Frauchen und jemand anderes mit der Hündin gehen und der/die andere die Hündin führt?
Ist das Erregungsniveau direkt an die Anwesenheit der Frau gekoppelt?
Liebe Grüße
Claudia + Spike
habibi
@ Danos1976: Frauchen hält Dauerkontakt (eine der Baustellen...), und redet zu viel. Wir sind dran

und Frauchen = Erregung. Die anderen Familienmitglieder haben nicht so große Hundelust und werden nicht so arg bedrängt z.B.
@ Claudia: In der Regel arbeitet nur Frauchen, und die Erwartungshaltung der Hündin ist riesig. Dazu noch der oben erwähnte "Dauerkontakt" auch in Pausen... Wir versuchen jetzt ganz klar zu machen, wann "gearbeitet" wird und wann nicht. Deine/Eure Ideen passen da also gut. Insgesamt müssen neue klare Regeln aufgestellt werden, und das PRoblem bei den Pausen (Kleidung schnappen, aufdringlich sein etc.) lösen.
LGR Jenny