Flächensuche

Bollerkopp
Wink Fories

Ich lese gerade das Buch von der Anne Lill Kvam und mich interessiert die Flächensuche.
Ich muss mal wieder mehr für Butzels Kopf machen...

Jetzt hab ich mich gefragt, wie das da mit dem 1. Schritt geht.
Sie beschreibt das ja so, dass man den Hund anbindet o. ä. und dann in so Schlenkerbewegungen ca. 10 m in eine bestimmte Richtung weg geht.
Am Ende der Geruchsstraße lässt man dann was fallen und geht zurück zum Hund und schickt den dann los.
(Der Hund soll das ja bewusst alles sehen)
Der geht dann angeblich der Geruchsstraße nach.

Also wenn ich das machen würde geb ich Brief und Siegel drauf, dass der Butzel schnurstracks geradeaus zum Handschuh laufen würde. Der geht da sicher nicht der Geruchsstraße nach.

Hat das schon mal wer ausprobiert?

LG Regine
Räuber
Hallo Regine,
ich kenne das Buch zwar nicht, aber wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du, daß dein Hund einen Gegenstand auf der Wiese (oder sonstwo) wiederfindet
wie soll denn die fertige Übung aussehen?
soll er frei Suchen (revieren) oder der Fährte/Trail/Spur folgen?
was soll er machen, wenn er gefunden hat - vor dem Gegenstand abliegen? ihn dir bringen? oder Auffressen? (nicht lachen Auslach wenn du z.B. Hundekekse suchen lässt geht das auch)

Gruß
Gertrud
diala
Wink Regine,

türlich geht der Hund erst mal direkt hin, sofern der Gegestand für ihn interessant ist. Der is ja nisch doof. Warum sollte er der Geruchsspur nachgehen?

Der Witz daran ist ja, dass du recht schnell beginnst, den Gegenstand zu verstecken, ohne dass er ihn sieht. Dann muss er die Nase nehmen.

großes Grinsen

LG
diala
Bollerkopp
Flächensuche heißt, Du hast ein Terrain von 50 x 50 m.
Der Hund lernt, einzelne Bahnen abzusuchen, so dass jeder cm inkludiert wird.

Und Du beginnst halt das Training mit dieser Geruchsstraße.

Meiner soll mir das Gefundene bringen, das reicht völlig.

@mirjam

ja aber dann ist die Geruchsstraße doch erstmal sinnlos, oder? amkopfkratz
diala
Wink

Es kommt darauf an, was du genau machen willst. Ich weiß ehrlich gesagt aus dem Kopf nicht, was die klassische Flächensuche heisst... wie der Hund was suchen muß und was er "darf" und nicht "darf". Da gibts ja auch Unterschiede glaub ich.

Das "klassische" alles in Bahnen absuchen... ich finds sinnlos wie noch was und würds nicht machen. rotes Gesicht Mir erschliesst sich der Sinn nicht, dass wir den Hunden vorgeben, wie sie suchen müssen. Die wissen das eh viel besser.

Die Geruchsspur ist doch eh dabei Regine. Mach das mal ohne Geruchsspur *gg*


LG
diala
Räuber
Zitat:
ca. 10 m in eine bestimmte Richtung weg geht.

das würde ich dann aber nicht machen

ich würde folgendermaßen aufbauen:
1. Handschuh/Gegenstand liegt 50cm von mir und dem Hund weg
-> Hund bringt ihn mir
2. 1m Entfernung - Hund bringt ihn mir
3. in diesem 1M Radius die Schwierigkeit des Geländes steigern, soll heißen, gestartet wird auf Asphalt od. Schotter, dann in eine gemähte Wiese (oder eben wie jetzt ohne wirklichen Bewuchs) und dann weiter steigern -
4. parallel dazu auch mal den Handschuh auslegen, ohne daß Hundi das mitbekommt und dann "suchen" lassen - aber auch hier wieder max. 1-2 m

für meine Hunde besteht sonst einfach die Gefahr, daß sich dieses "ich renne mal 10 Meter und fange dann an zu suchen" einprägt
Bollerkopp
Also letztendlich ist mir das wurscht, WIE er die Fläche absucht.
Ich glaub das mit den Bahnen ist nur für Wettkampf, da gibt es doch auch Punktabzug, wenn da was an Fläche unbeschnuppert bleibt.

Ich will halt einfach was machen wo er Nase einsetzt und nicht rumhampelt, rast, hüppt oder ähnliches.

@Gertrud: Das ist nur der 1. Schritt der ganzen Übung! Ich brauch nicht mit 50 cm anfangen, der Bach kann das und bringt mir das, egal welcher Untergrund/Umgebung.
diala
Wink

Wenn du es ohne besondere Vorgaben machen willst, würde ich vorschlagen:

Du nimmst einen Gegenstand, den Bach gerne bringt und trägt und den er mag. Habt ihr oder? Ich geh jetzt in der Beschreibung mal von aus, dass das Bringen von dem Gegenstand schon sehr gut funzt und großen Spaß macht.

Dann lässte den Bach warten, nimmst den Gegenstand und trägst ihn ein Stück weg. Und zwar erst mal auf eine Distanz, wo du weißt (!) er kann das locker suchen und bringen.

Gehst wieder zum Bach, sagst das neue Such-Wort (ich würde ein spezielles nehmen), machst eine Armbewegung in die Richtung und falls er nicht schon losgeht, sagste noch euer "bring mir das" Signal.

(jetzt sollte er losgehen und das bringen großes Grinsen )

Das machste paar Mal. Anfangs legste das Teil in Sichtweite. Dann gehst du in Sichtweite los und legst es außer Sichtweite.

Das neue Wort mit körpersprachlicher Unterstützungen sollen ihm klar machen: da gibt es etwas zu suchen.

Und dann... legst du es aus, wenn er nicht zuschaut. Da legst du es erst mal gaaaaanz leicht aus. Und dann schickst du ihn mit dem Wort und der Bewegung los. Muß wirklich erst mal minieinfach sein, so dass er quasi drüberstolpert.

Tata.

Wär mein Ansatz.

LG
diala
Bollerkopp
Wink

Sowas können wir ja schon.. rotes Gesicht
Also der sucht auch ohne gesehen zu haben, dass ich was versteckt habe.

Ich fänd das halt cool, wenn das eine bestimmte Fläche wäre, die er absucht. Später dann auch so, dass da mehrere Dinge versteckt sind.
Ich würde extra für diese Art von Suche einen Gegenstand besorgen (Stoffetzen, Plüschtier, o. ä.) den ich mit Bezeichnung z. B. konditioniere.

Und später dann einfach irgendwas auslegen. So dass Hund merkt: da liegt was auf dieser Fläche was da so nicht hingehört, das bring ich mal.

Die Fläche würde ich auch markieren.
Räuber
nee - wenn du das so machen willst, passt meine Antwort nicht,
da kann ich dir dann nicht weiterhelfen
Bollerkopp
Wink

Nee das können wir doch alles.
Also Dinge lustig irgendwo verstecken ist kein Thema.
Ich möchte aber gerade das nicht, weil der Bach z. B. nach oben suchen total toll findet (ich auch) aber dann an jedem Baum hoch hüpft und überall rauf hopst.
Was aber so doof wegen seiner Gesundheit ist.

Genauso blöd ist das Suchen wo er irgendwo drunter krabbeln muss.

Er soll sich dabei halt nicht "verrenken" sondern kontrolliert was suchen.
Und da erschien mir die Flächensuche halt als geeignet.

Bach sucht gern und ausdauernd, daher fand ich das passend.
diala
Wink

Zitat:
Original von Bollerkopp
Ich fänd das halt cool, wenn das eine bestimmte Fläche wäre, die er absucht. Später dann auch so, dass da mehrere Dinge versteckt sind.


Ich würd ich vorschlagen, du beginnst damit, das was ihr schon könnt in einer festgelegten Fläche zu machen und dann flott die Unterscheidung von Gegenständen zu machen bzw. unbekanntes suchen zu lassen.

Ich denke ehrlich gesagt, dass gerade der Bach kein Hund ist, der sich sonderlich leicht dazu motivieren lässt, da Bahnen abzuschnobbern fein säuberlich, wenn er schon lang weiß, wo der Gegenstand ist großes Grinsen

Wobei ich ehrlich sagen muss, ich ab das Buch zwar gelesen aber mir fällt auch grad nit mehr ein, wie darin beschrieben ist, wie man den Hund überhaupt motiviert, in diesen festen Bahnen und Flächen zu suchen amkopfkratz

Oder du machst eine Frei-Verloren Suche. Auch interessant.

LG
diala
Bollerkopp
Zitat:
Original von diala

Ich denke ehrlich gesagt, dass gerade der Bach kein Hund ist, der sich sonderlich leicht dazu motivieren lässt, da Bahnen abzuschnobbern fein säuberlich, wenn er schon lang weiß, wo der Gegenstand ist großes Grinsen


Ähm, da könntest Du Recht haben rotes Gesicht Auslach
Wobei der echt toll und ausdauernd suchen kann.


Zitat:
Original von diala
Oder du machst eine Frei-Verloren Suche. Auch interessant.

LG
diala


Wie ist die genau definiert?
Mirko
Wink

Zitat:
Original von Bollerkopp

... Der geht dann angeblich der Geruchsstraße nach.

Also wenn ich das machen würde geb ich Brief und Siegel drauf, dass der Butzel schnurstracks geradeaus zum Handschuh laufen würde. Der geht da sicher nicht der Geruchsstraße nach.

Hat das schon mal wer ausprobiert?

Warum probierst du das nicht einfach selber aus?
Ist ja nicht so schwer.
Dann kannst du deinen eigenen Brief und das Siegel zurück erhalten. großes Grinsen

Zitat:
Original von diala

Das "klassische" alles in Bahnen absuchen... ich finds sinnlos wie noch was und würds nicht machen. Mir erschliesst sich der Sinn nicht, dass wir den Hunden vorgeben, wie sie suchen müssen. Die wissen das eh viel besser.

So ist es. Einem Hund die Suchart vorzuschreiben, ist einfach unsinnig.
Spannend aber ist es zu beobachten, mit welcher Technik der Hund sucht, wenn er auf sich allein gestellt bleibt. Je nach Temperatur, Witterung und Wind arbeitet er verschieden. Und wenn er den Gegenstand geortet hat, vergewissert er sich noch, dass das keine Fehlinfo ist, indem er vorsätzlich wieder in einen anderen Bereich läuft und testet, dass der Geruch dort wieder nachlässt.

tschüß Martin
claudiaspike
Hallo Regine,

Frei-Verlorensuche bei uns sieht so aus, dass ich was fallen lasse, weitergehe und Spike später zurückschicke, suchen. Je nach Strecke ist das zum Teil ganz schön anstrengend.

Anfangs durfte er beim fallenlassen zuschauen und später habe ich versucht, den Gegenstand abzulegen, ohne dass er es merkt.

Spike bringt Futterbeutel, Handschuhe, seine Maulschleife, usw. Je länger die Strecke ist, die er suchen muss, desto motivierter ist er. Am Anfang habe ich gedacht, er wäre zu blöd dazu, es zu lernen, aber er hat anscheinend nur nicht eingesehen, warum er 3m zurück laufen soll, um was zu holen und auch noch vorher zu suchen, was man doch sowieso schon da liegen sieht. Als ich dann ruckzuck auf 10, 20, 30m hochgegangen bin mit der Strecke, war er voll motiviert dabei.

edit: Faszinierend finde ich zu beobachten, wie Spike gezielt den Wind ausnutzt, um in einem Halbkreis den Gegenstand genau zu orten und dann zielsicher draufzu zu gehen.

noch ein edit:
Wenn ich das Gefühl habe, dass die Suche zu einfach ist für Spike und er die Nase nicht einsetzen wird, weil er zu genau weiss, wo der Gegenstand liegt, dann mache ich nach dem Verstecken des Gegenstandes ein paar Übungen mit ihm, bei denen er sich auf etwas anderes konzentrieren muss und schicke ihn dann suchen. Dann weiss er zwar die ungefähre Richtung, muss aber trotzdem mehr arbeiten, um den Gegenstand zu finden, als wenn er beim Verstecken zuschauen darf und dann gleich suchen gehen darf.

Liebe Grüße
Claudia + Spike
Bollerkopp
Zitat:
Original von Mirko

Warum probierst du das nicht einfach selber aus?
Ist ja nicht so schwer.
Dann kannst du deinen eigenen Brief und das Siegel zurück erhalten. großes Grinsen



Das brauch ich nicht auszuprobieren, ich schrob das, weil ich weiß aufgrund der Erfahrung mit ihm, dass er das genau so machen würde. großes Grinsen

@Claudia

Das kömma auch..

http://www.myvideo.de/watch/4243677/Hund

Ich finde das andere nicht, da ist noch besser.
diala
Huhu,

Zitat:
Original von Bollerkopp
Wobei der echt toll und ausdauernd suchen kann.


Das soll er auch. Und es soll ihn auch fordern. In Bahnen auf und abtraben, wenn er schon lange weiß, wo der Gegenstand ist, wird ihn nicht fordern.


Zitat:
Original von Mirko
Spannend aber ist es zu beobachten, mit welcher Technik der Hund sucht, wenn er auf sich allein gestellt bleibt.


Ja In love und gerade deshalb sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn es dann Vorschriften gibt wie "Nase muß unten bleiben!". Und Aussagen wie "Hier sucht der Hund ja nach Bodenverletzungen" - ach? Hat der Hund das gesagt, dass er nach Bodenverletzungen sucht? K.O.

Hunden vorschreiben wie sie suchen sollen ist, wie wenn mir ein Blinder sagt, wie ich sehen soll K.O.

LG
diala